11. & 12. Oktober 2017

Nach einem äusserst komfortablen Flug sind wir kurz vor Mitternacht in Dubai sicher gelandet.

Von verschiedenen Seiten wurden wir vor langwierigen Zollabfertigungen gewarnt, aber zu Unrecht: zügig könnten wir sowohl die Pass- als auch die Zollkontrolle hinter uns lassen. Auch die Busse für die Weiterreise nach Al Ain standen bereit. Jetzt konnte nichts mehr passieren!

Irgendwie kurvte aber unser Bus nach zwei Stunden um auffällig viele Kreisel und mir schien, dass ich die eine oder andere Stelle schon gesehen hatte. Bernd hat sofort reagiert: er lotste den kartenlosen, unterdessen etwas überforderten Chauffeur dank seinem GPS sicher ins Hotel. Todmüde sank ich kurz vor 3 Uhr ins Bett.

Am Mittwoch war erst um 18.30 h eine Probe angesetzt. So hatten wir Zeit, uns etwas an die hiesigen Verhältnisse zu gewöhnen. Nach einem ausgiebigen Frühstück nahm ich zusammen mit Antje, Anja und Christina ein Taxi, um den Kamelmarkt zu besichtigen: ein besonderes Erlebnis! Wir kennen uns nun bestens aus, was beispielsweise ein Rennkamel oder ein Schlachttier kostet.

madeleine-1

Auf dem Weg stellte ich mit Erleichterung fest, dass es auch hier Möglichkeiten gibt, sich kostengünstig einzurichten…

madeleine-3

Nach einem kurzen Besuch des Sheik Zayed Palace Museum waren wir genug früh im Hotel, um uns auszuruhen und etwas einzuspielen.

madeleine4

Die Probelokalität war im wahrsten Sinne «ausser»ordentlich. Wir spielten das erste Konzert openair und somit auch die dazugehörenden Proben. Damit man auch etwas von uns hörte, wurde jedes Instrument einzeln verstärkt.
Es war etwa 33 Grad und ein laues Windchen wehte… mit allen Vor- und Nachteilen. Vielen Dank Christoph, dass Du die Kiste mit den Chlämmerli dabei hattest! Ausgerüstet sprich festgeklammert konnte die Probe nun beginnen, musste aber um 19.13 Uhr während drei Minuten für den Ruf des Muezzins unterbrochen werden. Für mich ein sehr eindrücklicher und fast unwirklicher Moment!

madeleine-5

Nach der Probe gab es im Hotel noch einmal ein grandioses Buffet. Wie in vielen arabischen Ländern war es sehr schwierig, Alkohol zu kaufen. In unserem Hotel war er nicht erhältlich.

Das ist einer der grössten Unterschiede im täglichen Leben, welchen einen grossen Teil des Orchesters betrifft: wie schön wäre es jetzt, sich noch ein Bierchen oder ein Glas Wein zu diesem hervorragenden Essen zu genehmigen. Ich hatte zwar zwei Büchsen Bier aus der Schweiz mitgenommen, aber alleine im Hotelzimmer macht es einfach nicht so viel Spass...

(Madeleine Burkhalter, Viola)