Franz Schubert (1797 – 1828)
Klavierquintett A-Dur D. 667 «Forellenquintett»

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Streichersinfonie h-Moll Wq 182/5

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488

Fazil Say ist ein veritables Multitalent: Er fühlt sich als Pianist dem Jazz ebenso verbunden wie der Welt der Klassik, bringt in seinen eigenen Kompositionen beide Sparten auf denkbar natürlichste Weise zusammen und schätzt den Soloauftritt genauso wie das kammermusikalische Zusammenspiel. Nun ist er in Schuberts «Forellenquintett», einem Höhepunkt der Wiener romantischen Kammermusik, zu erleben. Sprach man in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom «grossen Bach», so war damit nicht Johann Sebastian gemeint, sondern dessen zweitältester Sohn Carl Philipp Emanuel. Einer der damals erfolgreichsten Komponisten, der mit seiner überaus expressiven Musik neue, zuweilen zutiefst abgründige Ausdruckswelten erschloss, und dies gleichsam als Vorahnung jener Klassik, die Mozart in ihrer Wiener Ausprägung zu höchster Vollendung führen sollte. Dies vor allem mit seinen wunderbar melodienreichen Klavierkonzerten. «Melodie ist das Wesen der Musik», meinte er einmal. «Wer Melodien erfindet, den vergleiche ich mit einem edlen Rassepferd, einen blossen Contrapunktisten mit einem gemieteten Postgaul.»

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