Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Ouvertüre «Die Weihe des Hauses» op. 124
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 (1801)
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Elf Ouvertüren komponierte Beethoven, und sie waren mit einer einzigen Ausnahme alle für die Bühne gedacht, für Oper, Ballett oder Schauspiel. «Die Weihe des Hauses» entstand zur Eröffnung des Theaters in der Wiener Josephstadt am 3. Oktober 1822 – Musik von hohem kompositorischem Anspruch, die in einer elaborierten Doppelfuge gipfelt. Für Wiens ausgeprägtes Traditionsbewusstsein scheint Beethovens erstes Klavierkonzert bei seiner Uraufführung eine eher schwer verdauliche Angelegenheit gewesen zu sein, sodass sich ein Musikkritiker bemüssigt fühlte, von einem «mit chromatischen Gängen zuweilen bis zur Bizarrerie ausgestatteten Pianofortekonzert» zu berichten. Aber schon bald sollte es zu den absoluten Klassikern gehören – wie auch Beethovens Fünfte. Vielleicht überhaupt die berühmteste klassische Sinfonie, berühmt vor allem wegen ihres signalartigen Motivs im Kopfsatz, das fast jedem geläufig ist. Generationen von Musikfreunden vermeinten, hier das Schicksal zu hören, das an die Tür klopft. Und seither gilt die Fünfte als musikalisches «Schicksalsdrama», das von Leid, Kampf, Niederlage und finalem Triumph erzählt: Per aspera ad astra – durch die Nacht zum Licht.

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