Ernest Chausson (1855 – 1899)
Klaviertrio g-Moll op. 32

Camille Saint-Saëns (1835 – 1921)
Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 92

Zuerst einmal wurde Ernest Chausson Rechtsanwalt. Bald aber überwog sein Interesse an der Musik, und so ging der Rechtsanwalt ans Pariser Konservatorium, wo er beim berühmten Jules Massenet studierte. Weil ihm hier aber der renommierte «Prix de Rome» verweigert wurde, verliess Chausson das Konservatorium ohne Abschluss und zog sich im Sommer 1881 aufs Land zurück, wo er – gleichsam aus Trotz – sein erstes Klaviertrio komponierte. Zu seinen Lebzeiten blieb das Werk jedoch ein Geheimtipp im Umkreis von Freunden und Bekannten. Erst nach der postum erfolgten Veröffentlichung wurde es als eines der besten Kammermusikwerke seiner Zeit erkannt. Bereits 1864 hatte Camille Saint-Saëns mit einem ersten Klaviertrio auf sich aufmerksam gemacht – ein Wunderwerk an kristalliner Eleganz. Dennoch sollte es bis 1892 dauern, bis er diesem ein zweites folgen liess. Denn Saint-Saëns war gerne und viel auf Reisen – seine Reisen, so spotteten Zeitgenossen, seien zeitweise berühmter gewesen als seine Kompositionen. Gerne liess sich Saint-Saëns in Las Palmas auf Gran Canaria nieder, noch mehr bevorzugte er die Umgebung von Algier. Und hier entstand sein zweites Klaviertrio.