Camille Saint-Saëns (1835 – 1921)
Streichquartett Nr. 1 op. 112
Allegro – Più allegro
Scherzo: Molto allegro quasi presto
Molto adagio
Finale: Allegro non troppo

Camille Saint-Saëns
«Le Carnaval des animaux»
Introduction et Marche royale du lion
Poules et Coqs
Hémiones
Tortues
L’Éléphant
Kangourous
Aquarium
Personnages à longues oreilles
Le Coucou au fond des bois
Volière
Pianistes
Fossiles
Le Cygne
Final

Camille Saint-Saëns, der grosse französische Klassiker, hatte durchaus Humor – auch in der Musik. Sein «Le Carnaval des animaux» ist sicher das schönste – und auch das populärste – Beispiel dafür. Komponiert hatte er diese «Grande fantaisie zoologique», wie er das Werk im Untertitel nannte, für ein privates Hauskonzert, und es sollte die einzige Aufführung zu Lebzeiten des Komponisten bleiben. Denn dieser verweigerte wohlweislich eine Veröffentlichung, weil die zu erwartende Popularität des «Carnaval» seinen anderen, «gewichtigeren» Werken hätte schaden können. Nach dem Tod des Komponisten aber machte das Werk schnell seinen unvergleichlichen Siegeszug rund um die Welt. Bedeutend weniger leicht tat sich Saint-Saëns – wie übrigens auch andere Komponisten seiner Generation – mit der Gattung des Streichquartetts: Zu mächtig war der Schatten Beethovens. Saint-Saëns schrieb seine beiden Beiträge zu dieser Gattung erst im vorgerückten Alter 1899 und 1918 – und beide bewusst im Gewand des Klassizismus. Form und Stil beziehen sich auf die Ästhetik von französischen Quartetten im frühen 19. Jahrhundert sowie auf den anderen Giganten im Reich des Streichquartetts: auf Joseph Haydn.

In Zusammenarbeit mit Avetis Association