Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
5 Choralvorspiele:
«Nun komm der Heiden Heiland» BWV 659 (Arr. Ferruccio Busoni (1866 – 1924))
«Wachet auf, ruft uns die Stimme» BWV 645 (Arr. Ferruccio Busoni)
«Nun freut euch, lieben Christen g’mein» BWV 734 (Arr. Ferruccio Busoni)
«Herzlich thut mich verlangen» BWV 727 (Arr. Max Reger (1873 – 1916))
«Nun danket alle Gott» BWV 657 (Arr. Max Reger)

Franz Liszt (1811 – 1886)
«Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen», Choral nach J. S. Bach in f-Moll
«Die Vogelpredigt des heiligen Franz» (aus: Zwei Legenden für Klavier)

In Bachs Orgelschaffen nehmen die Choräle eine zentrale Stellung ein. Aber auch in seinen geistlichen Werken, in den Kantaten und Passionen, sind sie von grösster Wirkung. So hat es im Gefolge der grossen Bach-Renaissance um 1830 immer wieder Komponisten gelockt, solche Choräle aufs Klavier zu übertragen. Zu den bedeutendsten zählen Ferruccio Busoni und Max Reger, beides eminente Pianisten. Zeitgenossen bezeichneten Reger wegen seines häufigen Gebrauchs von Chorälen und Fugen im eigenen kompositorischen Œuvre oft als «modernen Bach». Die insgesamt zehn Orgel-Choralvorspiele Busonis nach Bach basieren auf ausgewählten Stücken aus Bachs «Orgelbüchlein», den «Achtzehn Chorälen verschiedener Art» sowie den «Schüblerschen Chorälen». Liszts «Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen» geht auf den einleitenden Choral in Bachs Kantate BWV 12 zurück, den Bach später zum Crucifixus seiner h-Moll-Messe umarbeitete. Die beiden Franziskus-Legenden schrieb Liszt 1863. Sozusagen als musikalisches Bild mittelalterlicher Mystik erscheint die Vogelpredigt des heiligen Franziskus von Assisi, dem Namenspatron Lists: lauter Triller, Arpeggien, chromatische Figuren, feierliche Melodien.

Ein Nachtkonzert für Nachtschwärmerinnen und -schwärmer, die unsere Solisten in einem kammermusikalischen Rahmen erleben möchten. Das Nachtkonzert findet im Konzertsaal des KKL Luzern statt. Beginn etwa 15 Minuten nach Schluss des vorangehenden Sinfoniekonzertes, jedoch nicht vor 21.45 Uhr.

Preise
Alle Karten CHF 10

Eintritt frei für Besucher mit Karten des Sinfoniekonzerts vom gleichen Abend

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