Ein Interview mit der Studienleiterin Johanna Ludwig.

Die Hochschule Luzern – Musik und das Luzerner Sinfonieorchester spannen zusammen mit regional verankerten und europäisch federführenden Partnerinstitutionen – vom Haus der Volksmusik über das Lucerne Festival bis hin zur Elbphilharmonie.

Der neue Luzerner Kampus Südpol mit fünf in Kultur und Pädagogik engagierten Institutionen öffnet Raum für viele Visionen. Die erste zieht bereits mit der Eröffnung des neuen Hochschulgebäudes der Hochschule Luzern – Musik und dem Probenhaus des Luzerner Sinfonieorchesters mit ein: Ein neues praxisorientiertes und berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm «CAS Musik vermitteln» für Musikpädagoginnen, Künstlerinnen und Kulturschaffende, die neue Räume öffnen möchten für und mit Musik.

Wir haben bei Johanna Ludwig, Programmleiterin und Musikvermittlerin des Luzerner Sinfonieorchesters, nachgefragt:

Was ist der Ansatz der neuen Weiterbildung?
Wir möchten die Studierenden darin unterstützen, ihr eigenes Vermittlungsprofil zu entwickeln und zu schärfen. Im Zentrum steht die Musik und dann die Frage nach den eigenen Zielgruppen, kreativen Formaten und einer lebendigen Ansprache.

Namhafte Partnerinstitutionen: war es schwierig, sie für die Idee zu gewinnen?
Nein, die Begeisterung hat sich sofort übertragen. Musikvermittlung ist ein Feld, das von Austausch und Begegnung lebt. Wir wollen die Möglichkeiten bieten, sich zu vernetzen und wichtige Projekterfahrung zu sammeln.

Gab es besondere Momente in der Planung?
Ja, das erste Treffen mit zwei Dozentinnen aus Musik und Theater. Als Andrea Kumpe, Koordinatorin Weiterbildung der Hochschule Luzern - Musik, und ich ihnen von unserer Vision erzählten, merkte man, wie die beiden am liebsten gleich loslegen wollten! Die Vorfreude ist riesig.

Was macht die Weiterbildung einzigartig?
Die Zusammenarbeit von Hochschule und Orchester ist in dieser Form einzigartig, ebenso die Vernetzung mit Praxispartner*innen, von Musikschulen bis zu Konzerthäusern, von Klassik bis Jazz. Wir wollen durchlässig sein und ein Klima schaffen, in dem jede/r einen individuellen Vermittlungsansatz finden und entwickeln kann.

Wann wäre die Weiterbildung ein Erfolg?
Wenn wir im Juni 2021 spannende, verrückte, mutige, innovative, kreative und lustige Abschlusspräsentationen sehen können. Und wenn einige neue Ideen sich künftig auf Spielplänen wiederfinden, die Musikschularbeit bereichern oder in Schulzimmern Einzug halten. Wenn unsere Arbeit also in diversen Kontexten weiter Früchte tragen kann.