Biographie von Michael Sanderling

Michael Sanderling ist seit Beginn der Saison 2021/22 Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters. Die Ernennung erfolgte nach langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit und mit dem gemeinsamen Ziel, den Klangkörper in Richtung des spätromantischen Repertoires wie Bruckner, Mahler und Strauss weiterzuentwickeln.

Gastengagements führen Michael Sanderling zu führenden Orchestern weltweit. So war er in den vergangenen Spielzeiten zu Gast bei den Berliner Philharmonikern, dem WDR Sinfonieorchester Köln, SWR Sinfonieorchester, Tonhalle-Orchester Zürich, Concertgebouworkest, Orchestre de Paris, NHK Symphony Orchestra oder dem Toronto Symphony Orchestra. Eine besonders enge und regelmässige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Gewandhausorchester Leipzig sowie dem Konzerthausorchester Berlin.

Neben seinen Verpflichtungen in Luzern folgt er in der Saison 2021/22 Einladungen unter anderem zum BBC Scottish Symphony Orchestra, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, Orquestra Sinfónica do Porto, Iceland Symphony Orchestra, Frankfurter Museumsorchester, Konzerthausorchester Berlin sowie zum Gürzenich Orchester Köln. In den USA gibt er sein Debüt beim Seattle Symphony Orchestra. Von 2011 bis 2019 war Michael Sanderling Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. In dieser Zeit profilierte er das Orchester als einen der führenden Klangkörper Deutschlands und leitete es in vielfältigen Konzertformaten in Dresden sowie auf zahlreichen Tourneen im In- und Ausland. Die Einspielungen sämtlicher Sinfonien von Beethoven und Schostakowitsch für Sony Classical dokumentieren diese besondere Zusammenarbeit. Seine erste Chefposition hatte Michael Sanderling bei der Kammerakademie Potsdam inne, dessen künstlerischer Leiter er von 2006 bis 2011 war.

Michael Sanderlings Diskographie umfasst Aufnahmen wichtiger Werke von Dvořák, Schumann, Prokofiev, Tchaikovsky sowie die kompletten Sinfonien von Beethoven und Schostakowitsch. Jüngst erschien bei Berlin Classics eine Einspielung von Klavierwerken von Hummel, Weber und Mendelssohn mit Matthias Kirschnereit und dem hr-Sinfonieorchester.
Als Operndirigent trat er bislang unter anderem mit einer Neuproduktion von Sergej Prokofjevs Krieg und Frieden an der Oper Köln in Erscheinung.

Mit 20 Jahren wurde Michael Sanderling im Jahre 1987 Solo-Cellist des Gewandhausorchesters Leipzig unter Kurt Masur, von 1994 bis 2006 war er in gleicher Position im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Michael Sanderling ist ein leidenschaftlicher Förderer der jungen Musikergeneration. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und arbeitet regelmässig mit dem Bundesjugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester zusammen. Gemeinsam mit dem Luzerner Sinfonieorchester wird er die Kooperation mit der Hochschule Luzern – Musik fortführen und intensivieren.