Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester: 31. März 2021

Der Schweizer Bariton Manuel Walser studierte Gesang bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Berlin und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab.

Daneben gehören Brigitte Fassbaender, Frédéric Gindraux und Wolfram Rieger zu seinen wichtigsten Mentoren. Beim internationalen Wettbewerb «Das Lied» in Berlin wurde er 2013 mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Zudem ist er zweifacher Preisträger der Stella Maris International Vocal Competition. 2014 wurde ihm der Preis der Armin Weltner Stiftung zuerkannt.

Manuel Walser war bis 2019 für fünf Spielzeiten festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er u.a. als Harlekin (Ariadne auf Naxos) unter Cornelius Meister und Peter Schneider, als Schaunard (La Bohème) unter Marco Armiliato, als Haly (L'Italiana in Algeri) unter Evelino Pidò und als Jäger (Rusalka) unter Tomáš Netopil zu hören war. Er sang Dancaïro (Carmen) unter Frédéric Chaslin, Montano (Otello) unter Myung-Whun Chung, Publio (La Clemenza di Tito) und Masetto (Don Giovanni) unter Ádám Fischer, Alessio (La Sonnambula) unter Gulliermo García Calvo und Cristiano (Un ballo in maschera) und Marullo (Rigoletto) unter Jesús López Cobos. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 2014 als Brutamonte unter Ingo Metzmacher in Schuberts Oper Fierrabras. Im Januar 2018 gab Manuel Walser sein Debüt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden als Harlekin in Strauss‘ Ariadne auf Naxos.

Manuel Walser geht seit langem einer regen Konzerttätigkeit nach. Er konzertiert regelmäßig bei der J. S. Bach-Stiftung, wo er in zahlreichen Kantaten-Aufführungen live und auf Tonträger zu hören ist. Höhepunkte der vergangenen Saisonen waren seine Interpretation des Christus in Bachs Matthäus-Passion beim Verbier Festival unter Thomas Quasthoff, sowie mit dem Concertgebouw Orkest in Amsterdam unter der Leitung von Ton Koopman. Bei den Internationalen Barocktagen in Stift Melk war er in Händels Oratorium Israel in Egypt mit dem Concentus Musicus unter Christopher Moulds und als Francesco Benucci im Singspiel Salomons Reise mit ausgewählten Mozart-Arien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky zu hören. 2017 sang er erneut Salomons Reise bei der Mozartwoche Salzburg und war als Don Pippo im Mozart-Pasticcio Les Dilettants mit dem Ensemble Pygmalion unter der Leitung von Raphaël Pichon in Frankreich zu erleben.

Weitere Erfolge feierte Manuel Walser im Wiener Konzerthaus mit Bachs Weihnachts-Oratorium mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Stefan Gottfried, mit Bachs Kantaten und Bachs h-Moll Messe mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon und dem Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Stefan Gottfried. Außerdem reüssierte er mit einem Operetten- und Opernarien-Programm unter Alfred Eschwé und Vinzenz Praxmarer bei den traditionellen Neujahrskonzerten mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, sowie in Bachs Kantate Ich habe genug und Mahlers Kindertotenlieder unter Manfred Honeck in Tel Aviv und Haifa, oder in Bachs Johannes-Passion unter Andreas Spering in Grafenegg.

Manuel Walser widmet sich mit besonderer Leidenschaft der Gattung Lied. Er gestaltet Liederabende mit Anano Gokieli, Alexander Fleischer, Malcolm Martineau, Akemi Murakami, Elisabeth Plank, Wolfram Rieger, Jonathan Ware und Justus Zeyen. Liederabende führten ihn nach Barcelona, zum Schubert Festival in Gastein, zum Osterfestival nach Bayreuth, in die Pariser Philharmonie, in die Londoner Wigmore Hall und zur Schubertíada Vilabertran. Er sang beim Lucerne Festival, in der Berliner Philharmonie, beim Festival Oxford Lieder, im Konzerthaus Berlin, bei den Salzburger Festspielen, im Wiener Musikverein, München, Zürich und bei den Schubertiaden Hohenems und Schwarzenberg.

Weitere Höhepunkte waren die Uraufführung der von Massimiliano Matesic orchestrierten Fassung von Schuberts Winterreise mit dem PreCollege Orchestra Zürich, sowie Brahms' Schöne Magelone mit Thomas Quasthoff als Rezitator in Hameln.

Das Wiener Konzerthaus präsentiert Manuel Walser in der Saison 2019-2020 als «Great Talent» mit Konzerten, wodurch er seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen kann. Die Palette reicht von Schuberts Es-Dur Messe unter Erwin Ortner, über Beethovens Schottischen Liedern mit dem Jess-Trio-Wien, einem Liederabend mit der Harfenistin Elisabeth Plank bis zu Bach-Kantaten mit der J. S. Bach-Stiftung unter Rudolf Lutz.

2019-2020 verspricht eine starke Konzertsaison zu werden, wenngleich er als Dancaïro in Bizets Carmen unter Marco Armiliato, beim Gstaad Festival in die neue Saison gestartet ist. Weitere Höhepunkte sind das komplette Spanischen Liederbuchs von Hugo Wolf mit Marie Seidler und Wolfram Rieger bei der Schubertíada in Vilabertran, Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen mit Kammerorchester beim Festival Allegro Vivo, Heinichens La gara degli dei mit der Staatskapelle Dresden unter Ton Koopman in der Semperoper Dresden, Schuberts Schwanengesang bei der Schubertiade Hohenems, gefolgt von Honeggers La Danse des Morts und Felix Mendelssohns Die erste Walpurgisnacht in Zürich, Bachs Weihnachts-Oratorium unter Andreas Spering in Göteborg und Bachs Johannes-Passion in den Niederlanden. Zahlreiche Aufführungen des Deutschen Requiems von Brahms führen Manuel Walser nach Pistoia, Perugia, Zürich und Aarau. Neben Ensemble-Liederabenden im Musikverein Regensburg und der Schubertiade Schwarzenberg ist Manuel Walser mit unterschiedlichen Liedprogrammen im Teatro de la Zarzuela in Madrid, in der Münchner Liedreihe Liederleben, bei der Kammermusik Basel und dem Rhonefestival für Liedkunst zu erleben.