Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester: 24. Januar 2021

Marian Rosenfeld zieht die Zuhörer mit ihrer Intensität sofort in Bann: Ihr leidenschaftliches und persönliches Spiel lässt niemand unberührt.

In eine Musikerfamilie in Luzern geboren, wurde sie schon als Dreizehnjährige in die Meisterklasse von Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich aufgenommen und debütierte bereits mit 14 Jahren in der Tonhalle Zürich.

Mit dem 2. Preis beim Eurovisionswettbewerb für junge Musiker in Kopenhagen 1986 ist sie bis heute die erfolgreichste Schweizerin in diesem Wettbewerb. Weitere Preise und Auszeichnungen als Solistin bzw. als Kammermusikerin folgten, z.B. national die mehrfache Verleihung des Studienpreises des Migros- Genossenschafts-Bundes oder ein namhafter Förderpreis der Stadt Zug, sowie dem Internationalen Wettbewerb der ARD (im Duo mit ihrem Bruder Rafael Rosenfeld) und dem Internationalen Robert-
Schumann-Wettbewerb in Zwickau.

Darauf aufbauend folgten Konzerte in führenden Häusern Europas, u.a. Wien, Salzburg, Lissabon, Berlin und London (Queen Elizabeth Hall, Wigmore Hall). Beispielhaft sind zu nennen Engagements am Prager Frühling, Operafestival Savonlinna, Lucerne Festival sowie Konzerte mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, Münchner Kammerorchester, Radiosinfonieorchester Basel oder Zürcher Kammerorchester. Dabei spielte sie mit Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Pinchas Steinberg, Olivier Cuendet, Hans Graf, Hans Stadlmaier, Hans-Dieter Baum und Mario Venzago.

Kammermusikalische Auftritte brachten sie zusammen mit vielen schweizerischen bzw. internationalen Künstlern, und wiederholte Einladungen zu Aufnahmen für schweizerische, deutsche, ungarische und dänische Rundfunkanstalten rundeten diese Konzerttätigkeit ab.

Aus persönlichen Gründen folgte trotz des fulminanten Karrierestarts eine Phase des bewussten Rückzugs, die es Marian Rosenfeld ermöglichte, sich ausserhalb des klassischen Konzertbetriebes weiterzuentwickeln.

Diese Auseinandersetzungen lässt die Musikerin nun in ihre Interpretationen einfliessen. Durch die vielfältigen Erfahrungen bereichert, spricht sie mit ihrem Spiel die Hörenden mit Tiefgang und Verbindlichkeit an. Sie geht neue Wege des Konzerterlebens und sucht nach neuen Formaten. So verbindet sie zum Beispiel Musik mit der Forschung nach philosophischen Fragen oder öffnet ihre Welt für ein breites Publikum, dem sie es ermöglicht, sich ebenfalls auf die Tiefe und Universalität klassischer Klaviermusik einzulassen.

Heute steht Marian Rosenfeld erneut mit Leidenschaft auf der Bühne und begeistert das Publikum mit ihrer Vitalität, Energie und Ausstrahlung.