Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester: 11. Januar 2012

Martin Fröst gehört zu den besten Instrumentalisten der Welt. Er ist bekannt für seine ausdruckstarke und unkonventionelle Spielweise.

Im Alter von sechs Jahren begann Martin Fröst Geige und mit neun Jahren Klarinette zu spielen. Nach Abschluss der Grundschule zog er im Alter von 15 Jahren nach Stockholm, um an der dortigen Musikhochschule Klarinette bei Sölve Kingstedt zu studieren. Später setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Hans Deinzer fort.

Martin Fröst agiert oftmals als Instrumentalist, Dirigent, Tänzer und Schauspieler zugleich. Musikalische Etiketten sagen ihm nichts, klassische Konventionen sind für ihn da, um gesprengt zu werden. Als er Mozarts Klarinettenkonzert zum zweiten Mal auf CD einspielte, wurde ihm klar, dass da mehr sein muss. Das Klarinettenrepertoire erweitern, die Grenzen des klassischen Konzerts expandieren, Hauptsache, niemals stehen bleiben, immer weiter suchen, weiter experimentieren. «Sie haben die Klarinette nicht wirklich gehört, bis Sie Martin Fröst gehört haben», schreibt die Times über diesen aussergewöhnlichen Musiker.

Martin Fröst hat verschiedene CDs aufgenommen, darunter Mozarts, Nielsens, Ahos und Webers Klarinettenkonzerte, Werke von Hindemith, Copland und Arnold sowie Werke für Klarinette und Klavier, darunter die Sonaten op. 120 von Brahms, zusammen mit dem Pianisten Roland Pöntinen.

2014 wurde Martin Fröst mit dem Léonie-Sonning-Musikpreis ausgezeichnet, 2016 mit dem ECHO Klassik Instrumentalist of the Year Award in der Kategorie Klarinette.