Anatoli Ljadow (1855 – 1914)
«Aus der Apokalypse», sinfonische Dichtung op. 66

Sergej Prokofjew (1891 – 1953)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16

Sergej Rachmaninoff (1873 – 1943)
Sinfonische Tänze op. 45

Nur zu gern provozierte der junge Prokofjew sein Publikum. So fasste er beispielsweise 1913 den Vorsatz, mit seinem zweiten Klavierkonzert das schwierigste Werk der Gattung überhaupt zu schreiben. Was ihm, wie wir meinen, prima gelungen ist. Entsprechend standen dem «vor Schreck erstarrten» Publikum der Uraufführung – Prokofjew sass am Flügel – «die Haare zu Berge», und das Werk fand kaum Anerkennung. Schlimmer noch: Die Partitur ging anschliessend verloren, sodass sich Prokofjew gezwungen sah, zehn Jahre später sein Werk anhand eines Klavierauszugs zu rekonstruieren. Ebenfalls im Jahr 1913 vollendete Anatoli Ljadow seine sinfonische Dichtung «Aus der Apokalypse». In die Musikgeschichte ging er zwar als hochbegabter Faulpelz ein, aber was er vollendete, ist höchstkarätige russische Romantik. Wie ein Echo auf diese vorrevolutionäre, romantische Zeit muten auch die späten Sinfonischen Tänze von Rachmaninoff an. Einst hatte er auf die Frage «Was ist Musik?», geantwortet: «Das, was von Herzen zu Herzen geht.» Dieser Antwort ist er auch in den Sinfonischen Tänzen von 1940 treu geblieben.

Das Konzert vom 15. Mai 2020 wird von Radio SRF 2 Kultur aufgezeichnet.

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