Werke von Ernest Bloch, Erich Wolfgang Korngold, Max Bruch und Maurice Ravel

Transmission: Edgar Moreau und das Luzerner Sinfonieorchester

Erato Records 2022

Schelomo & Jewish Life

Das Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Sanderling begleitet den jungen französischen Cellisten Edgar Moreau, über den die französische Tageszeitung «La Provence» schrieb: «Dieses Ausnahmetalent gehört zur Familie der grössten Künstler aller Zeiten.»

«Ich denke, es ist fürs Publikum immer wieder spannend, neue Dinge zu hören», davon ist Edgar Moreau überzeugt. Diesem Anspruch bleibt der aussergewöhnliche junge Cellist auch mit seinem neuen Album «Transmission» treu. Übersetzt bedeutet der Titel so viel wie «Weitergabe», «Vererbung». Und Edgar Moreau veröffentlicht mit der Einspielung ein Repertoire, als dessen aufrichtiger Vermittler er sich versteht, nämlich Werke, die von der jüdischen Kultur und Lebensweise beeinflusst sind.

Als Sohn einer jüdischen Mutter, die in Jerusalem aufgewachsen ist, nennt sich Edgar Moreau mit eigenen Worten «jüdisch, aber kein bisschen religiös». Und so umfasst die Werkauswahl eine Reihe unkonventioneller Kompositionen, unter anderem Ernest Blochs neoklassizistische Arbeit «Schelomo – Hebräische Rhapsodie», mit der der Komponist den «hebräischen Geist» der Musik in orientalischen Klangfarben einfängt. Das Violoncello übernimmt dabei den Part König Salomos (jiddisch: Schelomo), während das Orchester die Erzählung musikalisch ausmalt. Aber auch der nicht-jüdische Komponist Maurice Ravel ist mit seinen «Deux mélodies hébraïques» vertreten. Er vertonte das Gebet «Kaddisch» und andere jüdische Melodien aus Faszination an der fremden Religion.

Pressestimmen

Tagesspiegel | 13. März 2022 | Frederik Hanssen

«Mit schmerzhafter Intensität spielt der französische Cellist Werke von Ernest Bloch, Max Bruch, Erich Wolfgang Korngold und Maurice Ravel: als Klagelieder ohne Worte, die von Schmerz, Verzweiflung und ohnmächtiger Wut erzählen.»

Pizzicato | 14. Januar 2022 | Remy Franck

«Es folgt eine berührende Interpretation von Max Bruchs Kol Nidrei. Sie geht dem zweiteiligen Schelomo (Salomon) voraus, das Ernest Bloch eine ‘Rhapsodie hébraïque pour violoncelle et grand orchestre’ (1916/17) nannte. Darin übernimmt das Cello den Part des weisen Königs mit in seiner eloquenten Rede verhalten-melancholischen, aber auch feierlichen Aussage, die im charIsmatischen Dialog mit dem das Volk repräsentierenden Orchester steht. Dieser Dialog ist in dieser Interpretation auf beste Weise geglückt: Einerseits hören wir eine sehr intensive Darbietung von Edgar Moreau und andererseits einen fein differenzierten Orchesterklang.» (https://www.pizzicato.lu/beruhrende-interpretationen-mit-edgar-moreau/)

The Violin Channel | 18. März 2022

«The repertoire on Transmission brings a ‚prayerful‘ atmosphere that invites intimacy and introspective clarity — which is especially evident in Bloch’s three short pieces comprising From Jewish Life.»
(https://theviolinchannel.com/out-now-edgar-moreau-releases-new-album-transmission/)

Westdeutsche Allgemeine Zeitung | 6. April 2022 | Castrop-Rauxel

«Hier stimmt alles: die Programmwahl, der hinreißend schöne Ton Edgar Moreaus und das Dirigat Michael Sanderlings. […] Moreau und Sanderling (mit dem Luzerner Sinfonieorchester) sind davon weit entfernt. Klarheit und wache Energie des Orchesters schaffen dem 27 Jahre alten Cellisten ideale Bedingungen, um die Stücke in bester französischer Tradition so voluminös wie filigran zu gestalten.»

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