Sprecherin

Annie Dutoit

Debut beim Luzerner Sinfonieorchester am 17. Januar 2025

Annie Dutoit wurde in der Schweiz in einer Familie von bekannten klassischen Musikern geboren. Nach ihrem Studium der klassischen Sprachen und Zivilisationen (Griechisch und Latein) zog sie in die Vereinigten Staaten und erwarb einen B.A. in vergleichender Literaturwissenschaft an der Princeton University, einen M.A. in Journalismus an der New York University und einen Ph.D. in französischer und romanischer Philologie an der Columbia University in New York. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit der Wechselwirkung zwischen Politik und Ästhetik in antisemitischen Schriften in Frankreich. Sie unterrichtete an verschiedenen amerikanischen Universitäten, unter anderem am Barnard College in New York und zuletzt an der Arizona State University, wo sie Kurse in Literatur und europäischer Geistesgeschichte gab.

Während ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin beschließt Annie Dutoit, sich auf die darstellenden Künste zu konzentrieren und ihren intellektuellen Hintergrund mit Performance und Produktion zu verbinden. Als solche nimmt sie an mehreren öffentlichen Aktivitäten und Aufführungen teil, die das Bewusstsein und die Erinnerung an den Holocaust fördern. Im Jahr 2015 trug sie anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Hiroshima und Tokio vor dem japanischen Kaiser Texte von Überlebenden der Lager und der Atombombe vor und trat kürzlich bei der UNESCO anlässlich des internationalen Holocaust-Tags auf. Sie hat mit der Auschwitz-Stiftung und dem Veteraneninstitut in Belgien an mehreren Projekten zusammengearbeitet, zuletzt an einem pädagogischen Dokumentarfilm über die Spuren der Shoah in Polen.

Seit 2016 verfolgt Dutoit eine Vollzeitkarriere als Schauspielerin und Produzentin. Sie hat Werke von Milhaud, Lizst, Saint-Saëns, Strawinsky und Cage aufgeführt und dabei Text, Performance und Musik an internationalen Veranstaltungsorten wie der Suntori Hall in Tokio, der Philharmonie de Paris, der Academia de Santa Cecilia in Rom und dem Bozar in Brüssel miteinander verbunden. Eine Aufnahme von Saint Saens‘ Carnaval des Animaux mit einem Text von Francis Blanche, mit Antonio Pappano und Martha Argerich wurde im September 2017 von Warner Classics veröffentlicht. Ihre Ausbildung als Schauspielerin hat sie außerdem dazu gebracht, in Shakespeare-Produktionen in den Vereinigten Staaten aufzutreten. Im Jahr 2017 führte sie Regie und spielte in Diane Samuels‘ Kindertransport , in einer Theateradaption von Ingmar Bergmans Herbstsonate und bereitet eine Adaption von Yasmina Rezas Hammerklavier vor.

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