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«Das Lied von der Erde»

Vergangen
Do, 1. Dezember 2022 | 19:30 UhrKKL Luzern, Konzertsaal

18.30 Uhr | Konzerteinführung durch Gabriela Kaegi

Komponisten & Werke
  • Gustav Mahler (1860 – 1911)

    • Das Lied von der Erde – Sinfonie für eine Tenor- und eine Alt- (oder Bartiton-)Stimme und Orchester

«Ich glaube, dass es wohl das Persönlichste ist, was ich bis jetzt gemacht habe», schrieb Gustav Mahler seinem Dirigenten-Kollegen Bruno Walter im September 1908. In der Tat: Das «Lied von der Erde» ist nicht nur vom Ausdrucksgehalt der Musik her sein persönlichstes Werk, sondern auch hinsichtlich seiner einzigartigen Form: Lied und Sinfonie fliessen hier in natürlichster Selbstverständlichkeit zusammen. Und auch der vertonte Text hat es in sich, Nachdichtungen bedeutender chinesischer Naturlyrik, die sich mit unterschiedlichsten Aspekten der menschlichen Existenz auseinandersetzt sowie mit dem Abschied vom Leben überhaupt. Als «Mahlerischstes» Werk bezeichnete es Bruno Walter und hielt mit seiner eigenen, tiefen Erschütterung nicht zurück: «Ich studierte es und erlebte eine Zeit der furchtbarsten Ergriffenheit mit diesem einzig leidenschaftlichen, bitteren, entsagungsvollen und segnenden Laut des Abschieds und Entschwebens, diesem letzten Bekenntnis eines vom Tode Berührten.» Grelle, gleissende, ekstatische Klänge zu Beginn, dann müde gewordene Lebensversunkenheit eines Vereinsamten, jungmädchenhafte Schönheit, rauschhafte Trunkenheit und schliesslich der letzte Abschied – Mahler hat das alles nie gehört. Bruno Walter dirigierte die Uraufführung erst sechs Monate nach Mahlers Tod.

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